Wieso tragen evangelische Pfarrer meistens so schlichte schwarze Gewänder?
Das Verständnis davon, welchen Dienst ein evangelischer Pfarrer, eine
evangelische Pfarrerin ausübt, beruht darauf, dass sie als Teil der Gemeinde theologische Experten und Expertinnen sind, die in der Gemeinde das Wort Gottes öffentlich auslegen. Daher das schwarze Gewand, das an einen Professor, eine Richterin oder an Rechtsanwälte erinnert.
Das ist richtig! Derschlichte schwarze Talar (so der Fachbegriff) wurde 1811 vom König in Preußenfür (christliche wie jüdische) Geistliche, aber auch für Richter und königliche Beamte verpflichtend eingeführt. Erst später wurde es dann schrittweise von den anderen Landeskirchen übernommen. Schon an dieser Geschichte kann man erkennen, dass die Kleiderordnung für die evangelische Kirche nie so wichtig war und ist.
Martin Luther trug zu Abendmahlsfeiern noch Messgewänder, zur Predigt aber den schwarzen Rock der damaligen theologischen Universitätsprofessoren.
Lutherische Pfarrer sind oft nebenberuflich Schornsteinfeger, mit diesem Gewand
können sie beiden Tätigkeiten nachgehen.
Das ist nicht richtig. Der schlichte schwarze Talar (so der Fachbegriff) wurde 1811 vom König in Preußen für (christliche wie jüdische) Geistliche, aber auch für Richter und königliche Beamte verpflichtend eingeführt. Erst später wurde es dann schrittweise von den anderen Landeskirchen übernommen. Schon an dieser Geschichte kann man erkennen, dass die Kleiderordnung für die evangelische Kirche nie so wichtig war und ist.
Martin Luther trug zu Abendmahlsfeiern noch Messgewänder, zur Predigt aber den schwarzen Rock der damaligen theologischen Universitätsprofessoren.
Man soll bei der Predigt aufpassen, und nicht die bunten Bildchen auf dem Talar
anschauen, deswegen schlichtes Schwarz.
Das ist nicht richtig. Der schlichte schwarze Talar (so der Fachbegriff) wurde 1811 vom König in Preußen für (christliche wie jüdische) Geistliche, aber auch für Richter und königliche Beamte verpflichtend eingeführt. Erst später wurde es dann schrittweise von den anderen Landeskirchen übernommen. Schon an dieser Geschichte kann man erkennen, dass die Kleiderordnung für die evangelische Kirche nie so wichtig war uns ist.
Martin Luther trug zu Abendmahlsfeiern noch Messgewänder, zur Predigt aber den schwarzen Rock der damaligen theologischen Universitätsprofessoren.

Was ist ein Beffchen?
Eine Art kleiner Affen, die ihren Lebensraum in lutherischen Kirchen in Braslien
hat.
Das ist falsch. Das Beffchen ist ein Kleidungsstück, das zur liturgischen Kleidung evangelischer Pfarrer und Pfarrerinnen gehört. Das Beffchen (lateinisch biffa "die Halsbinde") ist ein kleiner weißer Stoff, der in Form von zwei länglichen Rechtecken am Kragen des schwarzen Talars getragen wird. Früher hatte es die Funktion eines Bartschoners, der verhindern sollte, dass die weiß gepuderten Bärte der Träger den schwarzen Talar beschmutzen.
Das weiße Kragenstück bei dem liturgischen Gewand.
Das ist richtig! Das Beffchen ist ein Kleidungsstück, das zur liturgischen Kleidung evangelischer Pfarrer und Pfarrerinnen gehört. Das Beffchen (lateinisch biffa "die Halsbinde") ist ein kleiner weißer Stoff, der in Form von zwei länglichen Rechtecken am Kragen des schwarzen Talars getragen wird. Früher hatte es die Funktion eines Bartschoners, der verhindern sollte, dass die weiß gepuderten Bärte der Träger den schwarzen Talar beschmutzen.
Der kleine Anstecker den Pfarrer sich als Zeichen ihrer Schweigepflicht bei
Seelsorgegesprächen anheften.
Das ist falsch. Mit Schweigepflicht hat das Beffchen nichts zu tun. Vielmehr ist das Beffchen ein Kleidungsstück, das zur liturgischen Kleidung evangelischer Pfarrer und Pfarrerinnen gehört. Das Beffchen (lateinisch biffa "die Halsbinde") ist ein kleiner weißer Stoff, der in Form von zwei länglichen Rechtecken am Kragen des schwarzen Talars getragen wird. Früher hatte es die Funktion eines Bartschoners, der verhindern sollte, dass die weiß gepuderten Bärte der Träger den schwarzen Talar beschmutzen.

Warum können Frauen in der evangelisch-lutherischen Kirche Pfarrerinnen sein?
Weil es vom Evangelium her keine Unterschiede zwischen Männern und Frauen
gibt.
Das ist richtig. Evangelischen Christen ist wichtig, dass in der Taufe alle Christen - ob Männer oder Frauen - gleichermaßen zu Königen, Priestern und Propheten berufen sind. Deshalb kann es auch im Amt der Pfarrer, das diesem "gemeinsamen Priestertum aller Gläubigen" für die Kirche Ausdruck verleiht, keinen Unterschied zwischen Männern und Frauen geben.
Weil Frauen die besseren Seelsorger sind.
Das ist leider falsch. Gute Seelsorger gibt es unter Männern genauso wie unter Frauen. Wichtig ist vielmehr die Grundlage des Evangeliums: Evangelischen Christen ist wichtig, dass in der Taufe alle Christen - ob Männer oder Frauen - gleichermaßen zu Königen, Priestern und Propheten berufen sind. Deshalb kann es auch im Amt der Pfarrer, das diesem "gemeinsamen Priestertum aller Gläubigen" für die Kirche Ausdruck verleiht, keinen Unterschied zwischen Männern und Frauen geben.
Weil jede Frau, die einen evangelisch-lutherischen Pfarrer heiratet, automatisch
Pfarrerin wird.
as ist leider falsch. Die Frau eines Pfarrers nennt man Pfarrersfrau. Sie ist zwar oft eine wichtige Ansprechpartnerin in der Gemeinde, das ist aber etwas ganz anderes als die Aufgabe einer Pfarrerin, die verantwortlich und leitend für eine Gemeinde zuständig ist und dafür eine lange Ausbildung absolviert hat.
Evangelischen Christen ist aber wichtig, dass eigentlich in der Taufe alle Christen - ob Männer oder Frauen - gleichermaßen zu Königen, Priestern und Propheten berufen sind. Deshalb kann es auch im Amt der Pfarrer, das diesem "gemeinsamen Priestertum aller Gläubigen" für die Kirche Ausdruck verleiht, keinen Unterschied zwischen Männern und Frauen geben.