Römisch-katholische Kirche

gestern

Ihrem Selbstverständnis nach steht die Römisch-katholische Kirche in ununterbrochener Kontinuität mit der Kirche der Apostel. Sie versteht sich als die Verwirklichung der Kirche Jesu Christi, bekennt  aber zugleich, dass auch in anderen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften "vielfältige Elemente der Heiligung" zu finden sind. In ihrer Verkündigung will sie den apostolischen Glauben, wie er seinen Niederschlag in der Heiligen Schrift gefunden hat, durch die Zeiten tragen, indem sie ihn in einer lebendigen Tradition den jeweiligen kulturellen und gesellschaftlichen Kontexten entsprechend neu zum Ausdruck bringt.

Charakteristisch für römisch-katholische Spiritualität sind u. a. die Hochschätzung der Liturgie und Sakramentenfrömmigkeit, das gemeinsame Leben in Orden und geistlichen Gemeinschaften und ein universalkirchliches Denken und Empfinden, was sich besonders in der Bindung an den Papst als Garanten der Einheit ausdrückt. Maria und die Heiligen werden seit altersher als Vorbilder des Glaubens verehrt; sie werden auch um ihre Fürsprache bei Gott angerufen.

 

heute

Zur Römisch-katholischen Kirche bekennen sich weltweit über eine Milliarde Menschen und damit etwa die Hälfte aller Christen weltweit. In Deutschland leben 27 Millionen Katholiken. Die Römisch-katholische Kirche in Deutschland bildet 27 Bistümer, die sich in sieben Kirchenprovinzen mit den entsprechenden Erzdiözesen  (Bamberg, Berlin, Hamburg, Freiburg, Köln, München und Freising sowie Paderborn) gliedern. Diesen steht jeweils ein Erzbischof als Leiter der Kirchenprovinz vor. Die vier deutschen Kardinäle von Berlin, Köln, Mainz und München und Freising sowie zahlreiche Diözesanbischöfe nehmen neben der Verantwortung für ihre Diözesen zudem gesamtkirchliche Aufgaben wahr. Die Deutsche Bischofskonferenz ist der Zusammenschluss der Bischöfe der Teilkirchen in Deutschland, die erstmals 1848 in Würzburg zusammenkamen. Sie berät zweimal im Jahr in gemeinsamen Konsultationen die anstehenden Themen für Kirche und Gesellschaft. Zwischen den zwei Vollversammlungen tagt viermal im Jahr der Ständige Rat, zu dem alle 27 Ortsordinarien gehören. Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz ist Erzbischof Zollitsch von Freiburg, der die Bischofskonferenz nach außen vertritt.

Die Römisch-katholische Kirche unterhält Beziehungen zu fast allen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften in der Welt. Mit dem Lutherischen Weltbund hat sie 1999 die Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre vereinbart, der sich inzwischen auch die Methodisten angeschlossen haben. Sie arbeitet auch mit dem Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) zusammen, ist jedoch kein Mitglied. Lediglich in der Kommission für Glauben und Kirchenverfassung des ÖRK wirkt sie als gleichberechtigtes Mitglied mit. Ähnlich gute Beziehungen zu anderen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften unterhält auch die katholische Kirche in Deutschland. Sie ist Vollmitglied in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland  sowie in der AcK Bayern und den lokalen ACKs der bayerischen Städte.

 

kontakt

 

Diözese Augsburg
Kustosgäßchen 5 A
86152 Augsburg
Tel.: 0821/3166-830
http://www.bistum-augsburg.de

 

Erzdiözese Bamberg
Domstr. 9
96049 Bamberg
Tel.: 0951/502-341
http://www.erzbistum-bamberg.de

 

Diözese Eichstätt
Luitpoldstr. 2

85072 Eichstätt
http://www.bistum-eichstaett.de

 

Erzdiözese München und Freising
Postfach 330360
80063 München
Tel.: 089/23889756
http://www.erzbistum-muenchen.de

 

Diözese Passau
Domplatz 7
94032 Passau
Tel.: 0851/392121
http://www.bistum-passau.de

 

Diözese Regensburg
Bischöfliches Ordinariat
93043 Regensburg
Tel.: 0941/92243
http://www.bistum-regensburg.de

 

Diözese Würzburg
Hauptstr. 11
97839 Esselbach
Tel.: 09394/2238
http://www.bistum-wuerzburg.de

 

Sakramente Es gibt sieben Sakramente Taufe, Eucharistie, Firmung, Ehe, Buße, Weihe und Krankensalbung

Sakramente werden den eigenen Kirchenmitgliedern oder denen der orthodoxen Kirchen gespendet. Unter besonderen Umständen können auch getaufte Christen, die nicht in voller Gemeinschaft mit der Kirche von Rom stehen, zum Empfang der Sakramente zugelassen werden. (CIC Can. 844)
Taufe Die Kindertaufe ist als theologischer Ausnahmefall der statistische Normalfall geworden. Erwachsenentaufen nehmen stark zu, Taufaufschub ist möglich, die gültige Taufe ist nicht wiederholbar. Taufen aus  fast allen Kirchen werden als gültig anerkannt, sogar Nichtchristen können im Notfall gültig taufen, wenn sie es in der richtigen Intention tun.
Amt Das dreigliedrige Amt Diakon, Priester, Bischof ist  für die Römisch-katholische Kirche konstitutiv für ihr Kirchsein. Für Männer im Priesterberuf gilt qua Kirchenrecht der Zölibat. Die Weihe wird nur getauften Männern gespendet. Ordinationen von anderen Kirchen, die in gültiger apostolischer Sukzession stehen, z. B. der orthodoxen Kirchen, werden anerkannt; Ordinationen anderer Kirchen hingegen werden nicht anerkannt.
Feste Gregorianischer Kalender! Weihnachten am 25. Dezember,

Ostern beweglich, am ersten Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond, Himmelfahrt und Pfingsten entsprechend. Wichtige Marienfeste.
 
Struktur Klar episkopal verfasste Kirche. Der Bischof von Rom verfügt als Papst über eine lehramtliche und jurisdiktionelle (rechtliche) Aufsicht über die Gesamtkirche. Das Kardinalskollegium wählt den Papst. Die Metropoliten und Bischöfe leiten die Ortskirchen (Diözesen) und Priester leiten und betreuen die Pfarrgemeinden.