Warum liegen am Eingang einer orthodoxen Kirche immer Ikonen auf einer Art Lesepult?
Dort sind immer Heilige abgebildet, die möglichst streng schauen, damit man
mit Ehrfurcht die Kirche betritt.
Nein, das ist falsch. Manche Heilige auf den Ikonen wirken zwar tatsächlich auf den ersten Blick streng, aber nicht um irgendjemand zu ermahnen, sondern weil sie einen oft direkt fast lebendig und gleichzeitig ganz in sich gekehrt anschauen. Und das ist kein Zufall: Für orthodoxe Christen sind Ikonen nämlich "Fenster in die Ewigkeit". Auf ihnen sind die Heiligen oder Christus nicht nur dargestellt, sondern im Gebet und durch die Öffnung des Herzens können einem die Ikonen helfen "in Kontakt" mit Ihnen zu kommen. Das ist so ähnlich, wie wenn das Bild von jemandem, den man richtig liebt, diesen Menschen manchmal ganz spürbar nah bringen kann. Und so wie man manchmal, wenn man grad frisch verliebt ist, das Foto seiner oder seines Angebeteten sogar küsst, küssen orthodoxe Christen auch die Ikonen, weil sie damit den, der dargestellt ist (Christus oder einen Heiligen), ehren und ihre Liebe zu ihm ausdrücken wollen.
Sie werden von den Gläubigen durch das Anzünden von Kerzen und Küssen
geehrt, um damit ihre Verehrung für die darauf Abgebildeten, letztlich aber Christus selbst, zu zeigen.
Ja, das ist stimmt. Für orthodoxe Christen sind Ikonen "Fenster in die Ewigkeit". Auf ihnen ist zum Beispiel Christus, die Gottesmutter oder ein bestimmte Heilige nicht nur dargestellt. Im Gebet und durch die Öffnung des Herzens können einem die Ikonen helfen "in Kontakt" mit den Dargestellten zu kommen. Das ist so ähnlich, wie wenn das Bild von jemandem, den man richtig liebt, diesen Menschen manchmal ganz spürbar nah bringen kann. Und so wie man manchmal, wenn man grad frisch verliebt ist, das Foto seiner oder seines Angebeteten sogar küsst, küssen orthodoxe Christen auch die Ikonen, weil sie damit den, der dargestellt ist (Christus oder einen Heiligen), ehren und ihre Liebe zu ihm ausdrücken wollen.
Damit man nachher beim verlassen der Kirche möglichst viele kleine
Heiligenbilder kauft.
Nein, das ist falsch. Zwar kann man tatsächlich am Ausgang oft Postkarten oder ähnliches von besonderen Ikonen kaufen. Aber das tut man nur, weil eben die Ikonen etwas ganz Besonderes sind und nicht nur einfach Bilder. Für orthodoxe Christen sind Ikonen nämlich "Fenster in die Ewigkeit". Auf ihnen sind die Heiligen oder Christus nicht nur dargestellt, sondern im Gebet und durch die Öffnung des Herzens können einem die Ikonen helfen "in Kontakt" mit Ihnen zu kommen. Das ist so ähnlich, wie wenn das Bild von jemandem, den man richtig liebt, diesen Menschen manchmal ganz spürbar nah bringen kann. Und so wie man manchmal, wenn man grad frisch verliebt ist, das Foto seiner oder seines Angebeteten sogar küsst, küssen orthodoxe Christen auch die Ikonen, weil sie damit den, der dargestellt ist (Christus oder einen Heiligen), ehren und ihre Liebe zu ihm ausdrücken wollen. Für Christen aus anderen Kirchen ist das manchmal fremd, aber orthodoxe Christen glauben aus ganzem Herzen und mit allen Sinnen. Und das ist eigentlich doch etwas sehr Schönes, oder?

Warumgibt es so viele orthodoxe Kirchen (z.B. eine rumänisch-orthodoxe Kirche, eine griechisch-orthodoxe Kirche, eine russisch-orthodoxe
Kirche, ...)?

Weil jede Kirche ihren eigenen Glauben hat.
Das ist falsch. Alle orthodoxen Kirchen, also zum Beispiel die rumänisch-orthodoxe Kirche, die griechisch-orthodoxe Kirche oder die russisch-orthodoxe Kirche, teilen den gleichen Glauben, denselben Gottesdienst und dieselbe Grundlage der Regeln für das kirchliche Leben. Gerade deshalb heißen alle diese Kirchen ja "orthodox", das bedeutet "richtiger Glaube und richtige Verehrung".
Trotzdem sollen damit die Unterschiede der verschiedenen Ortskirchen, also zum Beispiel der rumänischen, der griechischen oder russischen Kirche in allem, was über diese grundlegende Einheit hinausgeht, nicht vereinheitlicht werden. So dass jeder in seiner Tradition den einen Glauben leben kann. Deutlichstes Zeichen ist zum Beispiel die Sprache im Gottesdienst (in Rumänien: rumänisch; in Griechenland: alt-griechisch; in Russland: alt-russisch), aber auch bei vielen Bräuchen und Riten, die unterschiedlich sind. Ein neuer Staat ist aber in diesem Sinne noch nicht unbedingt eine neue Tradition die die Menschen viel tiefer prägt als äußere Institutionen.
Weil jeder Staat eine eigene Kirche haben muss.
Das ist falsch. Es stimmt zwar, dass sich oft, wenn sich neue Staaten gebildet haben, auch neue Ortskirchen gebildet haben (zum Beispiel im ehemaligen Jugoslawien oder in der ehemaligen Sowjetunion). Dies ist aber oft sehr umstritten, denn: Alle orthodoxen Kirchen, also zum Beispiel die rumänisch-orthodoxe Kirche, die griechisch-orthodoxe Kirche oder die russisch-orthodoxe Kirche, teilen den gleichen Glauben, denselben Gottesdienst und dieselbe Grundlage der Regeln für das kirchliche Leben. Gerade deshalb heißen alle diese Kirchen ja "orthodox", das bedeutet "richtiger Glaube und richtige Verehrung". Trotzdem sollen damit die Unterschiede der verschiedenen Ortskirchen, also zum Beispiel der rumänischen, der griechischen oder russischen Kirche, in allem was über diese grundlegende Einheit hinausgeht, nicht vereinheitlicht werden. So dass jeder in seiner Tradition den einen Glauben leben kann. Deutlichstes Zeichen ist zum Beispiel die Sprache im Gottesdienst (in Rumänien: rumänisch; in Griechenland: alt-griechisch; in Russland: alt-russisch), aber auch bei viele Bräuchen und Riten, die unterschiedlich sind. Ein neuer Staat ist aber in diesem Sinne noch nicht unbedingt eine neue Tradition, die die Menschen viel tiefer prägt als äußere Institutionen. Damit eine Kirche in einem Staat als selbstständig (autokephal) anerkannt wird, müssen die anderen orthodoxen Kirchen dieser Selbstständigkeit zustimmen. Dies ist oft ein sehr langer Prozess.
Weil die Kirche in Ortskirchen aufgeteilt ist mit eigener Sprache, Tradition und
Verwaltung, aber trotzdem die eine heilige katholische und apostolische Kirche im Glauben ist.
Das ist richtig. Alle orthodoxen Kirchen, also zum Beispiel die rumänisch-orthodoxe Kirche oder die russisch-orthodoxe Kirche, teilen den gleichen Glauben, denselben Gottesdienst und die selbe Grundlage der Regeln für das kirchliche Leben. Gerade deshalb heißen alle diese Kirchen ja "orthodox‚Äú, das bedeutet "richtiger Glaube und richtige Verehrung". Trotzdem sollen damit die Unterschiede der verschiedenen Ortskirchen, also zum Beispiel der griechischen oder russischen Kirche, in allem was über diese grundlegende Einheit hinausgeht, nicht vereinheitlicht werden. So dass jeder in seiner Tradition den einen Glauben leben kann. Deutlichstes Zeichen ist zum Beispiel die Sprache im Gottesdienst (in Rumänien: rumänisch; in Russland: alt-russisch), aber auch bei vielen Bräuchen und Riten, die unterschiedlich sind.

Dürfen in der orthodoxen Kirche Priester heiraten?
Nein, es gibt doch das Zölibat.
Das ist falsch. Wahrscheinlich hast Du an die römisch-katholischen Priester gedacht, die alle im Zölibat, also unverheiratet, leben.
In der orthodoxen Kirche gibt es aber eine andere Tradition. Es gibt verheiratete und unverheiratete Priester. In der orthodoxen Kirche dürfen junge Männer, die Priester werden wollen, selbst entscheiden ob es für Sie der bessere Weg ist vor ihrer Priesterweihe zu heiraten und dann als verheirateter Priester zu wirken oder ob es besser für Sie ist allein zu leben und sich ganz dem Dienst als Seelsorger zu widmen. Nach der Weihe dürfen auch orthodoxe Priester, die zu diesem Zeitpunkt nicht verheiratet sind, nicht mehr heiraten. Und Bischöfe sind auch wie in der römisch-katholischen Kirche immer unverheiratet.
Ja, wann immer sie wollen. Alles andere wäre ja komisch.
Das ist falsch. Richtig ist: in der orthodoxen Kirche gibt es verheiratete und unverheiratete Priester. In der orthodoxen Kirche dürfen junge Männer, die Priester werden wollen, nämlich selbst entscheiden ob es für Sie der bessere Weg ist vor ihrer Priesterweihe zu heiraten und dann als verheirateter Priester zu wirken oder ob es besser für Sie ist allein zu leben und sich ganz dem Dienst als Seelsorger zu widmen, (was übrigens zwar eine radikale, aber sich nicht komische Entscheidung ist...). Falsch ist aber, dass sie das entscheiden können, wann immer sie wollen. Die Entscheidung ist nur vor der Weihe möglich, nach der Priesterweihe dürfen auch orthodoxe Priester, die zu diesem Zeitpunkt nicht verheiratet sind, nicht mehr heiraten. Und Bischöfe sind auch wie in der römisch-katholischen Kirche immer unverheiratet.
Nur vor ihrer Priesterweihe.
Das ist richtig. In der orthodoxen Kirche gibt es verheiratete und unverheiratete Priester.Junge Männer, die Priester werden wollen, dürfen selbst entscheiden, ob es für Sie der bessere Weg ist vor ihrer Priesterweihe zu heiraten und dann als verheirateter Priester zu wirken oder ob es besser für Sie ist allein zu leben und sich ganz dem Dienst als Seelsorger zu widmen.
Diese Entscheidung müssen sie aber noch vor der Priesterweihe treffen. Nach der Weihe dürfen auch orthodoxe Priester, die zu diesem Zeitpunkt nicht verheiratet sind, nicht mehr heiraten. Und Bischöfe sind überigens, wie in der römisch-katholischen Kirche immer unverheiratet.